Wiener Stadttopografie: Stefan Oláhs neue Ansichten zur Aussicht

Die Stadt, eines der reizvollsten Felder für die Psychogeografie. Vor allem, weil sie so dicht an Reizen ist: Alles, was uns umgibt, ob gebaut oder schon immer da gewesen, lässt uns reagieren. Mit Gefühlen oder Verhaltensweisen. Nach oben schauen, das macht den Betrachter selbst klein, architektonisch ausdrücklich gewünscht in Gebäuden wie etwa Kathedralen. Nach unten schauen, das macht den Menschen groß. Kombiniert mit Weit-in-die-Ferne-Schauen schleicht sogar ein lustvolles Gefühl durch den Betrachter. Noch so eine Psychologie, die Evolutionspsychologie nämlich, erklärt, warum: In der Savanne, wo der Mensch zu jenem Menschen wurde, der heute hauptsächlich in Städten lebt, war guter Überblick eine Überlebensfrage. In Zeiten, in denen man eher in Stockbetten als auf Bäume klettert, sind oben noch immer die besten Plätze. Auch in den Häusern Wiens sind die Dachquadratmeter die begehrtesten, die teuersten. Von oben auf die Stadt schauen, das war lang Privileg, baulich manifestiert in Adelsarchitektur à la Gloriette oder Belvedere. Dann wurde das In-die-Ferne-Schauen im urbanen Raum zum Allgemeingut, als der Ausflug auf den Kahlenberg zum Teil der Freizeitkultur wurde. Und heute wird die Aussicht beinahe wieder zum Privileg, das man sich mit einer Dachgeschoßwohnung oder zumindest mit einem Cocktail in der Rooftop-Bar erkaufen muss.

Blickwinkel. Wien ist eine Aussichtsstadt. Und eine Metropole der Blickbeziehungen. Zahlreiche Beispiele der Vedutenmalerei und später der Stadtfoto- grafie bezeugen das. Und jetzt auch ein Buch, das im Anton-Pustet-Verlag er- schienen ist, nach einer Idee von Sebastian Hackenschmidt. Ein Konzept, das sich von einer Grundthese aus entfaltet, wie Hackenschmidt schreibt: „Aussichten werden architektonisch vermittelt.“ Und dieser Ansicht zur Aussicht näherte sich Stefan Oláh für das Buch „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“ fotografisch eben genau 36 Mal.

Schon die Topografie Wiens begünstigt das Hinauf- und Hinunter- schauen. Und noch dazu erheben sich in der Stadt und ihrer Umgebung eine Vielzahl an Architekturen, die Ausblicke versprechen. Manche dieser Bauwerke sind dezidiert dem Schauen gewidmet. Wie die Jubiläumswarte auf dem Gallitzinberg im Wienerwald etwa. Andere, wie der Wasserturm in Favoriten, immerhin 67 Meter hoch, dienten anderen Zwecken. Als Knotenpunkt des öster- reichischen Richtfunknetzes beispiels- weise, wie der nicht öffentlich zugängliche Turm im Arsenal, 155 Meter hoch. Infrastrukturbauten, Investorenarchitektur, sakrale Baukunst – Fotograf Stefan Oláh richtet den fotografischen Blick zunächst auf das Bauwerk, das den Ausblick ver- spricht. Um danach den Blick zurück auf die Stadt zu werfen.
Etwa vom Uhrturm im Gänsehäufel, mit seiner Aussichtsplattform in 21 Metern Höhe. Oder vom Südturm des Stephans- doms, aus einer Höhe von 120 Metern senkrecht auf das geografische Zentrum der Stadt. Die Perspektiven-Zwillinge generieren eine individuelle Stadtwahr- nehmung, die sich nun in Buchform den Stadtbewohnern, die davon selbst meist ausgeschlossen sind, eröffnet. Sebastian Hackenschmidt zitiert dazu Friedrich Achleitner: „In Wien ist die Unsitte eingerissen, dass zwar die Ansicht eines Hochhauses selbstverständlich auf die Kosten des kollektiven Stadtbildes geht, aber der Nutzen der neuen Stadtwahrnehmung, die Gunst des Standortes, die Aussicht, radikal privatisiert ist.“

IS MA WUARSCHT

Sie sind integraler Bestandteil der kulinarischen Landschaft Wiens und trotz ihrer anonymen Architektur prägende Ikonen des Stadtbildes: die Wiener Würstelstände. Innerhalb der ubiquitären Transiträume inszenieren sie sich als topografische Besonderheiten, die sich dem Lauf der Zeit vollkommen zu entziehen scheinen. Heimat Wien lud dazu ein, Würstelstände unter Berücksichtigung der architektonischen, kulturellen und sozialen Entwicklungen der letzten Jahre neu zu denken. Eine Juryauswahl der ent-standenen Arbeiten ist nun in Form der Ausstellung IS MA WUARSCHT zu sehen.

VIENNA DESIGN WEEK und Programmpartner
Heimat Wien – Agentur für Veränderung

IS MA WUARSCHT: WIENER WÜRSTELSTÄNDE NEU GEDACHT

Fr 29.09.–So 8.10.2017
Cocktail 02.10.2017 19:30 Uhr

Stefan Oláh zeigt sechsunddreißig neue Wiener Aussichten

bz/Andreas Edler:
Drei Jahre hat er daran gearbeitet, jetzt präsentierte der Fotograf Stefan Oláh seinen Bildband „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“. Ein Streifzug durch das all- tägliche Wien.

WIEN. Stefan Oláh ist ein Fotograf der alten Schule. Wo andere mit der Digital- kamera auftauchen, stellt der 45-Jährige die Fachkamera auf – Großformat sei schließlich immer noch ein Garant für Qualität. Und die Große ist gerade noch
so klein, dass Oláh sie mit der Vespa transportieren kann.

Warum das wichtig ist? Bevor ein Bild im Kasten ist, fährt Stefan Oláh 25- bis 30-mal zum Aufnahmeort. Er ist geduldig. Schließlich müssen alle Details passen. Seine Bilder leben vom richtigen Moment. Ein Mann mit gelber Jacke blickt auf Schönbrunn. Kein Zufall. „Ich habe so lange gewartet, bis jemand mit dem richtigen Outfit ins Bild gepasst hat“, sagt Oláh. Drei Jahre lang hat der Wiedner an dem nun erschienenen Bildband gearbeitet.

Charme des Alltäglichen:

36 Wiener Aussichten sind es geworden. Detaillierte Blicke auf die Stadt, die alle auf „langjährigen Beobachtungen“ basieren. Der 45-Jährige fotografiert keine klassischen Postkartenmotive. Es ist der Charme des Alltäglichen, der Stefan Oláh fasziniert. Unter den Motiven ist das Rathaus mit dem Zirkus Roncalli davor. Auch hier habe der Fotograf auf den Zirkus gewartet. Einerseits stehe das Bild symbolisch für den politischen Zirkus. Andererseits sei der Rathausplatz fast nie leer.

Dabei ist jede Ansicht ein Schuss und ein Gegenschuss – heißt: die Ansicht auf die Aussicht von unten und die Aussicht von oben. Von oben hat man immer mehrere Aussichtspunkte im Blick – auch das ist gewollt. Ein Bildpaar zeigt das Herren- gassen Hochhaus im 1. Bezirk. „Das wurde unter der Bedingung errichtet, dass man es vom 1. Bezirk aus an keinem Punkt sehen kann“, sagt der Fotograf. Deswegen suchte er akribisch nach einem Fleck im Ersten, wo man das Hochhaus vielleicht doch sehen könnte. Und siehe da: Tritt man aus dem Portal der Kirche Am Hof und blickt noch
vor dem ersten Schritt nach draußen nach oben, erhält man die vielleicht einzige Ansicht des Turms.

Unbekannte Blicke:

Während seiner detaillierten Beobachtungen hätten sich auch andere, scheinbar unbekannte, Blicke ergeben. Oder hätten Sie gewusst, dass die Müllverbrennung in der Spittelau ganz genau in der Achse der Prater Hauptallee liegt? Eben. Um das zu sehen, muss man sich schon in den obersten Stock des Lusthauses bemühen. So wie Stefan Oláh mit seiner Fachkamera.

Zur Sache:
Der Bildband „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“ von Stefan Oláh und Sebastian Hackenschmidt (Hrsg.) ist im Verlag Anton Pustet erschienen. Die insgesamt 72 Fotografien von berühmten und weniger berühmten Wiener Aussichtsplätzen werden mit einem Gedicht von Friederike Mayröcker eröffnet. Online sowie im Fachhandel ist das Buch mit der ISBN 978-3-7025-0866-1 erhältlich. Mehr Bücher und Werke vom Fotografen gibt es auf www.olah.at

Dank an Andreas Edler von der Wiener Bezirkszeitung! (Foto: Manfred Werner)

Von oben herab

neues deutschland schreibt über die „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“:
… Das Konzept, neben den 36 Panorama-bildern immer auch den jeweiligen Aus-sichtspunkt fotografisch festzuhalten, ist also nicht nur von architektonischem Interesse, es hat auch einen weltanschaulichen Gehalt. …

Wo ist Wien am schönsten ?

von Helga Maria Wolf (Austria Forum):

In den 1980er Jahren kursierte ein böser Witz: „Wo ist Wien am schönsten ? “ – „Am Dach des Neuen AKH “ – „???“ – „Da sieht man es nicht !“ Eine Generation später ist das Spital mit seinen 22-stöckigen Bettentürmen nicht das einzige „Grusel- haus“ (so damals der „Spiegel“) in Wien. Noch höhere Wolkenkratzer haben die innerstädtische Skyline verändert, manche bereichernd, manche störend.

Der Kunsthistoriker und MAK-Kustos Sebastian Hackenschmidt schreibt einleit- end zu seinem neuen, gemeinsam mit dem Fotografen Stefan Oláh geschaffenen Werk, die Frage, ob Wien Wolkenkratzer brauche, sei falsch gestellt. „Vielmehr gälte es zu fragen, welche Hochhäuser Wien haben sollte, wie sie sinnvoller Weise zu platzieren wären und wie und von wem sie genutzt werden könnten. Fragen, auf die die ‚Macht des Faktischen – also die in den letzten Jahren errichtete Bausubstanz – wohl kaum die bestmögliche Antwort gibt.“ Bilder und Texte beschönigen nichts. Häufig zitiert der Autor Friedrich Achleitner, einen der wichtigsten Kritiker und Chronisten der österreichischen Architektur. Er plädiert für „höchste stadträumliche Sensibilität.“

Das Buch „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“ basiert auf der Idee von Schuss und Gegenschuss: Gezeigt werden jeweils das Bauwerk, das einen Aussichtspunkt markiert, sowie die sich von dort bietende Perspektive auf die Stadtlandschaft. Mit dem barocken Blick haben sie nur selten zu tun. Im Barock wurden die Bauwerke, die das Schauen als Erlebnis inszenierten, „Belvedere“ oder „Bellevue“ genannt: Von hier aus ließ sich der Blick in die Landschaft vortrefflich genießen. Zugleich waren sie selbst Attraktionen, in denen sich die „schöne Aussicht“ architektonisch manifestierte. In dem Prachtband finden sich solche als „Sehenswürdigkeiten“ etablierte Aussichten – wie der jetzt wieder viel zitierte Canaletto-Blick vom Belvedere oder der Blick von der Schönbrunner Gloriette. Berühmt waren und sind auch die Ausblicke vom Stephansturm, Kahlenberg, Cobenzl, Lusthaus im Prater, Steinhof, Rathaus … Neue und neueste Perspektiven erschließen sich etwa von Aussichtswarten (Jubiläumswarte, Habsburgwarte, Paulinen- warte, oder dem schon wieder demolierten „Bahnorama“ beim Hauptbahnhof), Dach- terrassen und Restaurants (Haas-Haus, Donau-City-Tower, Justizpalast, Millenium-Tower, Sofitel, Hochhaus in der Herren- gasse, ÖBB-Zentrale, Ibis-Hotel, Haus des Meeres, Wohnpark Alt-Erlaa, Lassalle-Hof, Donauturm …) szenischen Brücken (im Stadtpark, Steinitzsteg … ) oder der Höhenstraße. Höhepunkt und Abschluss bildet die Aussicht vom Skyspace in Pötzleinsdorf. In der MAK-Außenstelle Geymüller-Schlössel hat ein Kunstwerk von James Turell seinen Aufstellungsort gefunden. Die Aussicht von „The Other Horizon“ zeigt den Himmel, „wechselweise als monochrome Bildfläche oder als Farbraum unbestimmter Tiefe.“

Dies trifft sich mit den vorange- stellten Erinnerungen von Friederike Mayröcker, die als 17-Jährige durch die Aussicht vom Leopoldsberg tief berührt war: „… dieser Blick auf die Stadt: diese Sonne, wie sie scheint und royal scheint, also oben …“ Der „Berliner Mediendarling“ („Die Zeit“) Friedrich Liechtenstein steuert den Text „Elevation“ bei, der Philosoph Walter Seitter schreibt über „Ansicht, Aussicht“. Die Kunst- und Kulturhistorikerin Sabine Lata bringt einen informativen Überblick zu „Wien in alten Ansichten“. Der Architekt und Fotohistoriker Harald R. Stühlinger erläutert einprägsam die „Topographische Fotografie in Wien.“

Jeder „Aussicht“ ist ein Text in deutscher und englischer Sprache von Sebastian Hackenschmidt vorangestellt. Dann zeigt ein stilisierter Plan die Lage des Aussichtspunktes und die Richtung des Panoramas, ehe das großartige und großformatige (Buchformat: 29 x 29 cm) Bilderpaar seine Aussagekraft entfaltet. Auf der Schauseite, nahezu formatfüllend breit die Aussicht, links, fast quadratisch und mit viel weißem Rand das Gebäude, von dem sie aufgenommen wurde. Dieser „Raum für die Gedanken“ ist nicht die einzige Assoziation zu japanischer Kunst. Sie wirkte auch inspirierend für die Titelwahl des Buches.

Um 1830 schuf Katsuhika Hokusai seine berühmten „36 Ansichten des Berges Fuji“. Drei dieser Farbholzschnitte zeigen Aussichtsplattformen, von denen das Betrachten des heiligen Berges als Ereignis inszeniert wurde. 1902 gab der franz- ösische Künstler Henri Rivière 36 Farblitho- graphien mit Ausblicken vom Eiffelturm heraus. Schon 1785 waren im Verlag Artaria kolorierte Ätzradierungen von Carl Schütz, Johann Ziegler und Laurenz Janscha als erste Folge der „36 Ansichten der Residenzstadt Wien“ erschienend. Die modernen „sechsunddreißig Wiener Ansichten“ stehen in der Tradition dieser Veduten und fügen sich würdig in die Reihe der fotografischen Bildbände des 20. und 21. Jahrhunderts ein. Es „sind die hier versammelten Aufnahmen keine subjektiven, expressiven oder künstlerisch-experimentellen Fotografien, sondern sachlich-nüchterne Bestandsaufnahmen von urbanen Situationen“, die Einblick in die politische Stadtlandschaft Wiens zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ geben

Dank an Helga Maria Wolf (Austria Forum)

Sechsunddreißig Wiener Aussichten

Unser Blick auf und in die Landschaft wird zumeist durch eigens für diesen Zweck entworfene Bauwerke gelenkt, die von Aussichtswarten und Panoramaplattformen über die Dachterrassen von Hochhäusern und die Drehrestaurants von Fernsehtürmen bis zu den Ausbuchtungen szenischer Brücken und Autostraßen reichen. Im Barock wurden die Bauwerke, die das Schauen als Erlebnis inszenierten, „Belvedere“ oder „Bellevue“ genannt: Von hier aus ließ sich der Blick in die Landschaft vortrefflich genießen. Zugleich waren sie selbst Attraktionen, in denen sich die „schöne Aussicht“ architektonisch manifestierte.

Das Buch „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“ basiert auf der Idee von Schuss und Gegenschuss: Gezeigt werden jeweils das Bauwerk, das einen Aussichtspunkt markiert, sowie die sich von dort bietende Perspektive auf die Stadtlandschaft Wiens. Aus diesem einfachen Konzept resultieren sechsunddreißig spannungsreiche Gegenüberstellungen von Architektur-Ansichten und Stadt-Aussichten, auch ein vielseitiger Überblick, der über das gewohnte „Bild“ der Stadt Wien hinausgeht. Neben einigen schon lange als „Sehenswürdigkeiten“ etablierten Aussichten – etwa dem sogenannten Canaletto-Blick vom Belvedere oder dem Ausblick von der Gloriette im Park von Schönbrunn – werden dabei vor allem neue Perspektiven gezeigt.

Mit Textbeiträgen von
Sebastian Hackenschmidt, Sabine Lata, Friedrich Liechtenstein, Friederike Mayröcker, Walter Seitter und Harald Stühlinger

Buchgestaltung: Willi Schmid

Buchpräsentation am 17. September 2017 um 15:00 Uhr im Wien Museum

ISBN 978-3-7025-0866-1

Wien von oben

Die Stadt auf einen Blick –
Wie können wir Wien als Ganzes fassen? Der Versuch, der immer größer werdenden Stadt visuell beizukommen, fasziniert seit Jahrhunderten – ob in Form von klassischen Panoramen, Vogelschauen oder Plänen. Doch diese befinden sich stets im Span-nungsfeld zwischen Vollständigkeits-anspruch und Fragmentierung, zwischen Sichtbarmachung und Verdecken, zwischen Orientierung und Kontrolle. Sie bilden nie das „reale“ Territorium zur Gänze ab, sondern sind auch Modell, Bild oder Vision der Stadt.

In der Ausstellung werden nicht nur einige der ältesten, größten oder berühmt-esten Pläne, Panoramen und  Modelle Wiens gezeigt, sondern ebenso seltene themat-ische Karten oder künstlerische Zugänge und Designprodukte bis hin zu gegen-wärtigen partizipativen Bestrebungen, „Mapping the City“ auf die Bedürfnisse minderprivilegierter Gruppen anzuwenden. Außerdem werden traditionsreiche, aber auch neue Aussichts­punkte der Stadt exemplarisch beleuchtet – von Stephans-turm und Kahlenberg bis hin zum heutigen Hochhaus. Zu sehen sind u.a. sechs Bild-paare aus der Serie „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“. Die Ausstellung soll BesucherInnen ermun­tern, die Stadt mit anderen Augen zu sehen und sich auch aktiv in deren Darstellung einzubringen.

Kurator/in:
Sándor Békési, Elke Doppler

WIEN MUSEUM

WIEN VON OBEN.
DIE STADT AUF EINEN BLICK

23. März 2017 bis 17. September 2017

DIENSTAG BIS SONNTAG & FEIERTAG,
10 BIS 18 UHR

 

 

Zwei Wiener Palais – Buchpräsentation

Das neue Buch mit Fotografien
von Stefan Oláh:

Palais Batthyány-Strattmann
Palais Trauttmansdorff,
Zwei Wiener Palais, Geschichte und Gegenwart
Two Viennese Palaces, Past and Present

Martin Mittermair, Stefan Oláh, Gabriele Lenz (Hg.)

Das aufwendig ausgestattete Buch erzählt die Geschichte der Palais und dokumentiert als kulturelles Statement die Verbindung von Stiftungswesen und Architektur sowie ihrer künstlerischen Interpretation in fotografischen Bildern.

13. Dezember 2016, Beginn 17.00 Uhr
Palais Ferstel, Arkadenhof
Herrengasse 14, 1010 Wien

zum Buch spricht Architekturpublizistin Franziska Leeb mit den Herausgebern
und mit Vertretern des Bundesdenkmalamtes:
Hofrat Univ.-Doz. Dr. Friedrich Dahm, Abteilungsleiter Bundesdenkmalamt für Wien und Dipl.-Ing. Wolfgang H. Salcher

41 Tage – Kriegsende 1945. Verdichtung der Gewalt

Eine Ausstellung der Öster-reichischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport und dem OÖ Kulturquartier

An zwei Schauplätzen im OÖ Kulturquartier / Ursulinenhof zeigt die Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Österreich die Verdichtung der Gewalt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Am 29. März 1945 betritt die Rote Armee im heutigen Burgenland erstmals österreichischen Boden. Damit beginnt eine Phase, in der das nationalsozialistische Regime sein Gewaltpotential noch einmal intensiviert. In den 41 Tagen vom 29. März bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945 fallen noch tausende Menschen in Österreich dem NS-Terror zum Opfer.

Zwölf Litfaßsäulen im Innenhof veranschaulichen anhand von zwölf ausgewählten Orten – fotografiert von Stefan Oláh – Gewaltverbrechen des NS-Regimes, das bis zur letzten Minute versucht, sein Terrorsystem aufrecht zu erhalten und Loyalität durch die Verbreitung von Angst und Schrecken zu erzwingen. In Todesmärschen werden jüdische Zwangsarbeiter/Innen von den Schanzarbeiten des Südost-Walls nach Mauthausen getrieben. KZ-Insassen, politische Häftlinge und Kriegsgefangene werden systematisch ermordet. Mit Todeslisten fahnden NS-Schergen nach Oppositionellen und untergetauchten Jüdinnen und Juden. Fliegende Standgerichte verurteilen hunderte Deserteure zum Tode.

Öffnungszeiten OÖ Kulturquartier
4. bis 25. November 2016
Montag bis Samstag 10:00 Uhr – 17:00 Uhr
Eintritt: FREI

Vermittlungsprogramm für Schulklassen
www.erinnern.at

Weiterführende Informationen und Veranstaltungen
www.oeaw.ac.at/41Tage

Katalog

BREATH OF FRESH AIR at Côte d’Azur for MONOCLE

Despite being conceived in the 1960s, science-and-technology park Sophia Antipolis remains a green and pleasant blueprint for anyone wanting to do business and think big, says Sonia Zhuravlyova.

MONOCLE – STANDING ON SOLID GROUND

„Bata’s Bounty“ – Monocle sends me to Zlin in Czech Republic and i finally could go up and down with the famous office elevator room, take a look at the pictures in the magazine and read the entire story by Sonia Zhuravlyova!

Zoom! Architektur und Stadt im Bild

Die Architektur der Gegenwart steht hinsichtlich ihrer Aufgabenfelder in einem radikalen Wandel und Architekturfotografie spielt als Medium der Vermittlung und Präsentation zwischen ArchitektInnen, AuftraggeberInnen sowie einer breiten Öffentlichkeit eine zentrale Rolle.

Angesichts der fortschreitenden globalen Urbanisierung, der wachsenden Probleme durch Migration und sozialer Ungleichheit wenden sich auch immer mehr FotografInnen den Realitäten zu, die daraus für die Wohn-, Arbeits- und Lebenswelten der Menschheit resultieren.

Sechs von Sechsundzwanzig Wiener Tankstellen kommen aus der Pinakothek der Moderne München nun nach Wien ins Architekturzentrum und werden mit Arbeiten von Roman Bezjak, Peter Bialobrzeski, Livia Corona, Nicoló Degiorgis, Jörg Koopmann, Eva Leitolf, Ulrike Myrzik & Manfred Jarisch, Stefan Oláh, Julian Röder, Simona Rota, Andreas Seibert, Fabian Vogl, Rufina Wu & Stefan Canham gezeigt.
Kuratorin der Ausstellung ist Hilde Strobl, Architekturmuseum der TU München

Architekturzentrum Wien
10. März 2016 – 17. Mai 2016
täglich 10-19 Uhr

Eröffnung: Mittwoch, 9. März 2016, 19 Uhr

Führungen

Eine Ausstellung des Architekturmuseum der TU München (Pinakothek der Moderne)

Tanke sehr NEWS!

Sechsundzwanzig Wiener Tankstellen kommen im aktuellen NEWS unter dem Titel „Tanke sehr!“ zu ehren, da „tanke“ ich Eva Weissenberger, Christian Sulzenbacher und Susanne Gröger und freue mich über die Aktualität, selbst sechs Jahre nach Erscheinen des Buchs!

Wiener Zeitung

Danke an Willy Puchner für das feine Feature der Museumsdepots in der Wiener Zeitung!

Wiener Zeitung extra,
Ausgabe vom Sa./So., 30./31.Jänner 2016

Willy Puchner

Faszination Fotografie

Die Fotografie ist das Medium der Gegenwart. Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurden so viele Momente festgehalten, noch nie wurde die menschliche Wahrnehmung so stark von Bildern geprägt wie heute. Das Essl Museum widmet sich mit der breit angelegten Schau Faszination Fotografie der Magie dieses Mediums. Zu sehen sind Werke von einigen der bedeutendsten lebenden FotografInnen und auch interessante Neuentdeckungen.
Was ist das Faszinierende an der Fotografie? Ich möchte darauf eine sehr persönliche Antwort geben und in assoziativen Themenräumen Werke von Fotografinnen und Fotografen vorstellen, die sich mit Natur und Mensch, Gesellschaft und Architektur auseinandersetzen und dadurch ihre Sicht auf den Menschen und eine globalisierte Welt freilegen, so der Kurator der Ausstellung Günther Oberhollenzer.

Fr, 13.11.2015 – So, 31.01.2016
ESSL MUSEUM

Kunst der Gegenwart
An der Donau-Au 1
3400 Klosterneuburg bei Wien