Sechsunddreißig Wiener Aussichten

Unser Blick auf und in die Landschaft wird zumeist durch eigens für diesen Zweck entworfene Bauwerke gelenkt, die von Aussichtswarten und Panoramaplattformen über die Dachterrassen von Hochhäusern und die Drehrestaurants von Fernsehtürmen bis zu den Ausbuchtungen szenischer Brücken und Autostraßen reichen. Im Barock wurden die Bauwerke, die das Schauen als Erlebnis inszenierten, „Belvedere“ oder „Bellevue“ genannt: Von hier aus ließ sich der Blick in die Landschaft vortrefflich genießen. Zugleich waren sie selbst Attraktionen, in denen sich die „schöne Aussicht“ architektonisch manifestierte.

Das Buch „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“ basiert auf der Idee von Schuss und Gegenschuss: Gezeigt werden jeweils das Bauwerk, das einen Aussichtspunkt markiert, sowie die sich von dort bietende Perspektive auf die Stadtlandschaft Wiens. Aus diesem einfachen Konzept resultieren sechsunddreißig spannungsreiche Gegenüberstellungen von Architektur-Ansichten und Stadt-Aussichten, auch ein vielseitiger Überblick, der über das gewohnte „Bild“ der Stadt Wien hinausgeht. Neben einigen schon lange als „Sehenswürdigkeiten“ etablierten Aussichten – etwa dem sogenannten Canaletto-Blick vom Belvedere oder dem Ausblick von der Gloriette im Park von Schönbrunn – werden dabei vor allem neue Perspektiven gezeigt.

Mit Textbeiträgen von
Sebastian Hackenschmidt, Sabine Lata, Friedrich Liechtenstein, Friederike Mayröcker, Walter Seitter und Harald Stühlinger

Buchgestaltung: Willi Schmid

Buchpräsentation am 17. September 2017 um 15:00 Uhr im Wien Museum

ISBN 978-3-7025-0866-1

Wien von oben

Die Stadt auf einen Blick –
Wie können wir Wien als Ganzes fassen? Der Versuch, der immer größer werdenden Stadt visuell beizukommen, fasziniert seit Jahrhunderten – ob in Form von klassischen Panoramen, Vogelschauen oder Plänen. Doch diese befinden sich stets im Span-nungsfeld zwischen Vollständigkeits-anspruch und Fragmentierung, zwischen Sichtbarmachung und Verdecken, zwischen Orientierung und Kontrolle. Sie bilden nie das „reale“ Territorium zur Gänze ab, sondern sind auch Modell, Bild oder Vision der Stadt.

In der Ausstellung werden nicht nur einige der ältesten, größten oder berühmt-esten Pläne, Panoramen und  Modelle Wiens gezeigt, sondern ebenso seltene themat-ische Karten oder künstlerische Zugänge und Designprodukte bis hin zu gegen-wärtigen partizipativen Bestrebungen, „Mapping the City“ auf die Bedürfnisse minderprivilegierter Gruppen anzuwenden. Außerdem werden traditionsreiche, aber auch neue Aussichts­punkte der Stadt exemplarisch beleuchtet – von Stephans-turm und Kahlenberg bis hin zum heutigen Hochhaus. Zu sehen sind u.a. sechs Bild-paare aus der Serie „Sechsunddreißig Wiener Aussichten“. Die Ausstellung soll BesucherInnen ermun­tern, die Stadt mit anderen Augen zu sehen und sich auch aktiv in deren Darstellung einzubringen.

Kurator/in:
Sándor Békési, Elke Doppler

WIEN MUSEUM

WIEN VON OBEN.
DIE STADT AUF EINEN BLICK

23. März 2017 bis 17. September 2017

DIENSTAG BIS SONNTAG & FEIERTAG,
10 BIS 18 UHR

 

 

41 Tage – Kriegsende 1945. Verdichtung der Gewalt

Eine Ausstellung der Öster-reichischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport und dem OÖ Kulturquartier

An zwei Schauplätzen im OÖ Kulturquartier / Ursulinenhof zeigt die Ausstellung zum Kriegsende 1945 in Österreich die Verdichtung der Gewalt in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Am 29. März 1945 betritt die Rote Armee im heutigen Burgenland erstmals österreichischen Boden. Damit beginnt eine Phase, in der das nationalsozialistische Regime sein Gewaltpotential noch einmal intensiviert. In den 41 Tagen vom 29. März bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945 fallen noch tausende Menschen in Österreich dem NS-Terror zum Opfer.

Zwölf Litfaßsäulen im Innenhof veranschaulichen anhand von zwölf ausgewählten Orten – fotografiert von Stefan Oláh – Gewaltverbrechen des NS-Regimes, das bis zur letzten Minute versucht, sein Terrorsystem aufrecht zu erhalten und Loyalität durch die Verbreitung von Angst und Schrecken zu erzwingen. In Todesmärschen werden jüdische Zwangsarbeiter/Innen von den Schanzarbeiten des Südost-Walls nach Mauthausen getrieben. KZ-Insassen, politische Häftlinge und Kriegsgefangene werden systematisch ermordet. Mit Todeslisten fahnden NS-Schergen nach Oppositionellen und untergetauchten Jüdinnen und Juden. Fliegende Standgerichte verurteilen hunderte Deserteure zum Tode.

Öffnungszeiten OÖ Kulturquartier
4. bis 25. November 2016
Montag bis Samstag 10:00 Uhr – 17:00 Uhr
Eintritt: FREI

Vermittlungsprogramm für Schulklassen
www.erinnern.at

Weiterführende Informationen und Veranstaltungen
www.oeaw.ac.at/41Tage

Katalog

DAM ARCHITECTURAL BOOK AWARD

Die Frankfurter Buchmesse und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) haben 2013 zum fünften Mal den internationalen DAM Architectural Book Award vergeben. Der in seiner Art einmalige und inzwischen hoch angesehene Preis zeichnet die besten Architekturbücher eines Jahres aus. Dem gemeinsamen Aufruf sind 96 Architektur- und Kunstbuchverlage weltweit gefolgt. Eine Fachjury aus externen Experten sowie Vertretern des DAM hat sich am 25. September getroffen und aus 242 Einsendungen nach Kriterien wie Gestaltung, inhaltliche Konzeption, Material- und Verarbeitungsqualität, Grad an Innovation und Aktualität die zehn besten Architekturbücher des Jahres ausgewählt.

Das breite Spektrum der Themen und das hohe Niveau der Einsendungen hat die Jury vor eine große Herausforderung gestellt. Zum zweiten Mal haben daher die Juroren entschieden, nicht nur zehn Preisträger zu bestimmen, sondern auch zehn weitere Einsendungen für die Shortlist des DAM Architectural Book Awards 2013 auszuwählen.

 

FÜNFUNDNEUNZIG WIENER WÜRSTELSTÄNDE / THE HOT 95 sind auf der Shortlist für den DAM ARCHITECTURAL BOOK AWARD, Hurra!